Jahresbericht 2013 Internet - page 48

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AGV
INTERN
LANDESGÜTEGEME INSCHAFT
Fachkongress zum 25jäh-
rigen Bestehen
Am 22. April 2013 beging die Landes-
gütegemeinschaft für Bauwerks- und
Betonerhaltung Rheinland-Pfalz/Saar-
land e.V. ihr 25jähriges Bestehen. Das
Jubiläum hatten die Organisatoren zum
Anlass genommen, zahlreiche Gäste ge-
nau zu diesem Datum zu der in jedem
Frühjahr stattfindenden Vortrags- und
Weiterbildungsveranstaltung einzula-
den. Mit der erst kürzlich renovierten
Gebläsehalle im alten Hüttenareal in
Neunkirchen hatte man einen Veran-
staltungsort gewählt, der den Erwar-
tungen der Besucher in jeder Hinsicht
genügen konnte.
In seiner Begrüßung rief der Vorsitzende
der Landesgütegemeinschaft, Dr. Paul-
Uwe Budau, nochmals die Zielsetzung
der Vereinsmitglieder in Erinnerung, die
ihren Auftraggebern durch die Einrich-
tung eines wirksamen Güteschutzes mit
hohen Qualitätsansprüchen Sicherheit
dahingehend bieten wollen, dass die für
den Erhalt und die Instandsetzung der
Bausubstanz verfügbaren Mittel auch
wirklich wirtschaftlich eingesetzt wer-
den können. Die Voraussetzungen dafür
werden geschaffen durch die Bereit-
schaft zur regelmäßigen Auffrischung
der erworbenen Spezialkenntnisse des
Fachpersonals, die konsequente Eigen-
überwachung des Leistungsstandards
sowie die regelmäßige Überprüfung
und Kontrolle des Qualitätsniveaus
durch unabhängige Fremdüberwacher.
Vor allem an die Adresse der kommu-
nalen Auftraggeber appellierte Dr. Bu-
dau, den Wettbewerb nicht nur über
den Preis zu entscheiden, sondern auch
darauf zu achten, dass die Bieter die in
den Regelwerken festgeschriebenen
Mindestanforderungen hinsichtlich ih-
rer Fachkunde und Leistungsfähigkeit
erfüllen. Den Auftraggebern riet er
deshalb dazu, die erforderlichen Quali-
tätsstandards bereits in den Ausschrei-
bungsunterlagen festzulegen und die
Instandsetzungsmaßnahmen
durch
wirklich sachkundige Planer vorbereiten
zu lassen.
Den zahlreichen Vertretern von Inge-
nieur- und Architekturbüros unter den
rund 170 Tagungsteilnehmern bot der
Vorsitzende eine Änderung der bishe-
rigen Organisationsstruktur an, um die
Einbindung von Planern in die Qualitäts-
gemeinschaft zu ermöglichen und so
den Aufbau eines Fachaussschusses auf
Länderebene zu unterstützen.
In seinem Grußwort dankte Staatssekre-
tär Jürgen Barke vom Ministerium für
Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
des Saarlandes den Mitgliedern der Lan-
desgütegemeinschaft als wichtigen Mit-
streitern für die Wahrung des Qualitäts-
standards beim Erhalt der Infrastruktur.
Gerade im Industrieland Saarland als
wichtigem Energiestandort stelle der
stetig wachsende Verkehr, insbesonde-
re der Gütertransport eine große Her-
ausforderung für die Mobilität der Zu-
kunft dar. Es sei deshalb unumgänglich,
dass künftig mehr Geld in das System
der Verkehrswegefinanzierung fließen
muss, nachdem die Infrastruktur in den
Vorjahren zum Teil sträflich vernach-
lässigt worden ist. Bei der Realisierung
dieser Zielsetzung sei für die Bundes-
fernstraßen eher noch mit geringeren
Problemen zu rechnen im Gegensatz zu
den Städten und Gemeinden in Anbe-
tracht der dort überwiegend gegebenen
Haushaltsnotlage.
Dass sich insbesondere die Kommunen
zusätzlichen Herausforderungen bei
Bauwerksprüfungen nach DIN 1076 ge-
genüber sehen, verdeutlichte im ersten
Vortrag des Tages Prof. Werner Pfisterer
vom Tiefbauamt der Landeshauptstadt
Stuttgart. Als Grundstücksbesitzer sei-
en sie haftungsrechtlich verantwortlich
dafür, dass die nach DIN 1076 vorge-
schriebenen Zustandsprüfungen der
Straßenbrücken in den geforderten
Zeitabständen durchgeführt und deren
Ergebnisse mit einer Zustandsnote do-
kumentiert werden. So können in Folge
der regelmäßigen aufwendigen Prüfun-
gen rechtzeitig Maßnahmen ergriffen
werden, die Standsicherheit, Dauerhaf-
tigkeit und Verkehrssicherheit des Bau-
werks garantieren.
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